KI mit Betongeruch

Shownotes

Nie hat Bianca Weber-Lewerenz davor zurückgeschreckt, ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Sie war die erste Frau, die in Baden-Württemberg eine Berufsausbildung zur Maurerin absolvierte. Eine ausgesprochen praxisnahe Grundlage für das folgende Studium zur Bauingenieurin. Sie war Projektmanagerin, Bauleiterin, Beraterin, Autorin, Speakerin. Und inzwischen hat sie sich als Expertin an der anspruchsvollen Schnittstelle von Bauwirtschaft und Künstlicher Intelligenz eingerichtet. Auf der Vordenker-Konferenz von GARBE spricht sie über ihr Spezialgebiet, im Vordenker-Podcast von GARBE über ihr bewegtes Leben - die harte Schule am Bau, die Vorzüge einer gewissen Hartnäckigkeit – und wie man mit einer mobilen Kaffeebar europäisches Verständnis nach China exportieren kann.

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00:00:12: Hallo und herzlich willkommen zum Vordenker Podcast.

00:00:15: Ich bin Steffen Urthich, euer Gastgeber!

00:00:18: Ich begrüße ganz herzlich alle die regelmäßig hier bei uns vorbeikommen und die neu dazugekommenen begrüß ich natürlich genauso.

00:00:24: Euch erwarten hier Persönlichkeiten, die mir beim Hamburger Immobilienunternehmen Gabe über den Weg laufen.

00:00:30: Interessante Zeitgenossen, die es sich kennenzulernen lohnt.

00:00:34: Meine heutige Gesprächspartnerin ist eine Frau der in Lebensstoff für mindestens drei Leben bietet.

00:00:42: Erste ausgebildete Maurerin in Baden-Württemberg, Bauingenieurin, Projektmanagerin, Bauleiterin, Beraterin.

00:00:52: Inzwischen mit viel Leidenschaft als Autorin, Speakerin und Expertinnen für Digitalisierung und KI im Bauwesen unterwegs.

00:01:00: Diese Spezialisierung führt übrigens auch dazu dass sie ein paar Wochen auf einem Panel unserer Gabe Vordengernkonferenz sitzen wird.

00:01:09: Eine Zeitung schrieb über sie unter der Überschrift Die Frau vom Bau.

00:01:16: Zitat, von ihrer Sorte braucht die Baubranche mehr.

00:01:20: Sie mag es sich in fremden Sprachen zu unterhalten und wenn ich jetzt Chinesisch sprechen könnten dann könnten wir unser Gespräch auf chinesisch führen wo sie sieben Jahre auch lebte.

00:01:29: also das schon mal so zum Einstieg und damit herzlich willkommen Bianca Weber Leverenz.

00:01:34: ja herzliches Dankeschön für ihre Einladung

00:01:38: Frau Weber-Leverenz, es ist uns wie gesagt nicht entgangen dass Sie an der Schnittstelle von Bau und künstliche Intelligenz viel Substanz und Erfahrung mitbringen.

00:01:47: Wie ist das denn dazugekommen?

00:01:49: Mein Weg führte mich von der Pieke an auf die Baustelle Und ich habe da Fuß gefasst einen Händchen für entwickelt erst mal im Nachtragsmanagement beraterisch tätig zu werden herauszufinden, was braucht denn der Bau auch in Zukunft um sich nachhaltig resilient agil und für die zukunft aufzustellen.

00:02:12: Und entwickelt hat sich das thema beziehungsweise der treiklang überhaupt mit fokus auf bauen k i und dann noch die etik und die normativen fragen also sinn und unsinn.

00:02:23: Da

00:02:28: hat sich das entwickelt in China, während ich dort sieben Jahre verbringen durfte.

00:02:33: Arbeits- und Lebensmittelpunkt.

00:02:35: Und es hat sehr inspiriert für dieses Thema.

00:02:39: Dann habe ich promoviert, habe diese Nische für mich gefunden und definiert und einfach festgestellt wie viel Orientierung wir noch brauchen im Bauwesen.

00:02:53: Eine Leidenschaft hat mich da gepackt!

00:02:57: Also wenn ich jetzt mal so zurückblicke, das Thema KI und kürzliche Intelligenz ist er erst so richtig in den letzten zwei drei Jahren aufbekommen.

00:03:04: Auch Sie waren ja schon vor über zehn Jahren in China.

00:03:06: Wenn ich das richtig in Erinnerung hatte, wann war das gewesen?

00:03:09: Ja genau!

00:03:09: Ich bin rüber im Jahr twohundert acht und geblieben bis zu zwei tausend vierzehn.

00:03:14: also wir haben tatsächlich die Sommerfestspiele in Peking noch mit erlebt was auch so ein richtiger Hype war One World, one Dream.

00:03:25: Und damals war natürlich auch von der ganzen Umgebung alles international und wir sind in der Welt zu Hause aber auch wir haben Gefühl das sind Botschafter unseres Landes also Deutschland vertreten.

00:03:37: Da liefen die KI schon über den Weg?

00:03:39: Die KI war

00:03:40: da natürlich...

00:03:40: Da waren sie ja eine Zeit ja mächtig voraus.

00:03:42: Ja man hat dort schon autonomes Fahren getestet erforscht.

00:03:48: ich habe dann festgestellt auch die Robotik Blieb nicht hinten an, sondern spielte schon ganz vorne mit.

00:03:54: Und man hatte in China einfach immer wieder Zugriff aus Start-ups auf Firmen die gefördert wurden und immer noch werden vom Staat.

00:04:03: Und da die einmalige Chance haben natürlich für sich Lösungsthematiken zu entwickeln und ganz vornemit zu spielen.

00:04:11: Ich habe aber auch festgestellt als wir dann wieder zurück kam nach Deutschland dass in Experteninterviews mir gespielt wurde KI kam in Deutschland erst so ... ... Jahrzehntausendsechzehn, siebzehn auf.

00:04:26: Wo man tatsächlich fest drüber gesprochen hat vorher immer Digitalisierung.

00:04:30: Wie bringe ich als Unternehmer digitale Felder mit ein?

00:04:34: Im Servicebereich und weiß der Kuckuck Und KI hat so viel Potenziale habe Ich für mich festgestellt und bietet Möglichkeiten vielleicht sogar schneller zu sein als BIM Als digitaler Zwilling als Digitalisierung dass man da einfach ein unglaubliches Spielfeld hat.

00:04:52: Also, wann haben Sie dann sozusagen Sessinien an dieser Schnittstelle?

00:04:55: Die halt wirklich... Haben sie fast einen Monopol wenn man mal so durch die Branche eben surft von Baubranche also nicht der Immobilienbranche sondern direkt auch die Baubranche und künstliche Intelligenz.

00:05:07: Man habe es gesagt, jetzt habe ich es entdeckt und jetzt gehe ich mal da tiefer

00:05:10: rein.".

00:05:11: Also das war tatsächlich bei Rückkehr aus China, im Jahr zwei Tausend vierzehn.

00:05:16: Als ich für mich erst einmal entscheiden musste in welche Richtung entwickelte ich mich beruflich selber weiter?

00:05:22: Dann war zuerst einmal Geld verdient.

00:05:24: wieder am Vordergrund der Hauskauf im Eichtal wo wir zurückgekehrt sind eine wunderschöne Ecke Schwäbische Alb.

00:05:35: Ich habe dann festgestellt, Bauberatung läuft.

00:05:38: Aber ich habe mich nicht so zufrieden gestellt, dass ich gesagt hätte, ich bin hundertprozenter ausgefüllt und wollte weiter.

00:05:45: Und dann habe ich überlegt welches Thema verfolgt mir schon die ganze Zeit?

00:05:49: Das war tatsächlich inspiriert aus China KI im Bauwesen in meinem Fach weil ich seit Diplomarbeit immer auch das mit dem Gedanke gespielt habe.

00:06:04: Irgendwann kommt der Moment, wo ich für ein Thema dermaßen brenne was man wiederum braucht als Fundament für eine Promotion.

00:06:13: und der Moment kam also ich dann festgestellt hab in KI die wuppt man nur man entwickelt nur man schafft so eine Transformation wenn man als Mensch mitgenommen wird begeistert wird inspiriert wird.

00:06:29: Und eben da die Fragestellung, was brauche ich als Mensch?

00:06:33: Was erleichtert meine Arbeit.

00:06:35: Was bringt mich selbst weiter?

00:06:37: Das unterstützt mich und da bietet die KI sehr viele

00:06:41: Möglichkeiten.

00:06:41: Also bevor wir dann zu dieser Entdeckung nach ihrem China-Aufenthalt kamen, wollen wir sie erst mal noch ein bisschen näher kennenlernen.

00:06:48: Ich habe es an meinem Anmoderation schon kurz erwähnt Sie sind wirklich von der Pieke auf eingestiegen in die Baubranche.

00:06:58: Sie waren die erste Maurerin Baden-Württembergs.

00:07:01: Erzählen Sie erstmal wie sehen Sie denn auf das Thema gekommen dass sie unbedingt Maurerin werden wollten?

00:07:07: und dann auch diese Berufsausbildung war bestimmt nicht so einfach dann zu bekommen nämlich Ne,

00:07:12: das war mit einigen Hürden aber auch mit schönen Momenten gespickt.

00:07:16: Gekommen ist es tatsächlich dazu als ich Abitur gemacht habe und die Frage war in welche Richtung entwickle ich mich jetzt?

00:07:23: Was möchte ich vielleicht studieren?

00:07:25: Welche Richtung geht das Boot?

00:07:27: Und da haben sich zwei Fachrichtungen, Architekturen bei Ingenieurwesen rauskristallisiert.

00:07:33: Ich hab' mich dann kundig gemacht was Numerus-Klausus angeht, Wartezeit überhaupt an Salsemester – was sind Grundvoraussetzungen?

00:07:42: Und im Beginn lag mir eher so die Architektur, die ich gehen wollte.

00:07:50: Da habe ich dann festgestellt okay, der Vorpraktikum das machst du, praktisch an geht es... zwei Monate auf die Baustelle, vier Monate ins Architekturbüro.

00:08:00: Da muss ich dann feststellen da haben sich dann die Wege auch gleich gespreizt und meine Entscheidung fürs Bauingenieurwesen kam da auf.

00:08:10: Architektorbüro ist sehr zeichnerisch belastet aber das ist ja auch klar wenn man sich dafür entscheidet.

00:08:15: Aber ich habe in dem Praktikum gemerkt es ist nicht so meine Welt in der ich mich wohl fühle!

00:08:20: Ich brauche den Betongeruch, ich brauche Hands-On, ich brauch eine Maurerkelle In der Hand und einfach auch den Chagrin, den es auf dem Bau manchmal auch deftig gibt.

00:08:32: Hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.

00:08:33: ich habe da festgestellt dann wo ich mich für einen Studienplatz in Konstanz entschieden hab ist auch mit einer gewissen Wartezeit belegt.

00:08:42: also wie fühlst du die Zeit aus?

00:08:44: Irgendwann kam der Moment wie verdiene ich auch gleichzeitig Geld und wie habe ich vielleicht noch ein Tüpfelchen durch eine Ausbildung?

00:08:54: Und dann habe ich die Handwerksberufe durchgecheckt und bin auf Arbeitsamt gegangen.

00:09:00: Damals hieß es noch so, hab mich beraten lassen.

00:09:04: Und da ergab sich für mich die Chance Maurerin also der Maurer Beruf erstens mal gut vom Gehalt.

00:09:15: Das Unternehmen, in dem ich dann war für meinen Vorpraktikum habe ich angefragt.

00:09:20: Den Uli, mein Polier damals erlebt immer noch.

00:09:23: wir trinken immer noch ein Sekt auch aufs Alter jetzt mittlerweile bei ihm.

00:09:27: also das ist schon der Story für sich.

00:09:30: langere kurzer Sinn.

00:09:31: die Wege waren natürlich sehr stachlich weil es nicht normal war als Frau so eine Maurerausbildung anzugehen und musste ich dann Arbeitsministerium für Arbeit hier in Stuttgart Antrag stellen, dass man das zugelassen hat.

00:09:49: Das heißt, ich musste des Bauunternehmens darlegen, die Einverstanden sind, die Möglichkeit besteht sich als Frau umzuziehen... Am Anfang war noch eigene Toilette.

00:10:02: Das

00:10:02: hört sich so deutsch an?

00:10:03: Fürchterlich, ja viel Bürokratie!

00:10:05: Aber das hat man runterschrauben können.

00:10:07: und daneben war der Chor des Ministeriums dann auch und ich habe begonnen

00:10:12: Und mit einem großen Medienspektakel weil sie die erste waren oder es waren Sie eine von vielen.

00:10:18: dann wurden Sie also schnell dann auch in der Gruppe sozusagen assimiliert.

00:10:22: Also das ging ohne.

00:10:24: Das war eine ganz stile Sache.

00:10:26: Ich habe mich entschieden, ich habe mich gefreut wie ein Sonnenschein und musste dann aber auch die Frau am Bau stehen weil ich getestet wurde.

00:10:34: Wie viel Kanthölzer kann sie tragen?

00:10:36: Wie schwer kriegt sie den Sack Zement hoch in die Ebene?

00:10:41: Kann sie ne Wand setzen im Lot?

00:10:44: Also Respekt muss man sich ja... Sie haben früh gelernt dass man Respekt sicher arbeiten muss.

00:10:49: Ja!

00:10:50: Und es ist ja auch wichtig, dass man sich gegenseitig diesen Respekt entgegenbringt.

00:10:55: Der Bau ist ein Handwerk.

00:10:57: Man arbeitet täglich mit Hand und schwer zum Teil.

00:11:01: Man muss vorsichtig sein.

00:11:03: Es gibt immer noch viele Arbeitsunfälle.

00:11:04: also man braucht Wertschätzung sage ich immer um Wertschöpfung betreiben zu können.

00:11:11: Und im Vorgespräch, was er geführt hat mich dieses schöne Wort Betonka nur Regatta-Wettbewerb gehört.

00:11:19: Was verbirgt sich denn da dahinter?

00:11:22: Ja das war so eine Idee.

00:11:23: daran teilzunehmen wo der Ursprungsgedanke ehrlich gesagt geboren ist weiß ich gar nicht aber es haben an dieser Regatta jährlich Universitäten teilgenommen Handwerks Gewerbeakademien Ausbildungsbetriebe Und es ging darum, ein leicht Kanu selber zu schaffen.

00:11:46: Selber zu bauen also die Dimension festzulegen das Gewicht natürlich so gering wie möglich zu halten Das Team festzulägen was die Regata dann fährt und dann natürlich das Geld in die Hand nehmen und dabei sein und mitmachen.

00:12:00: und das als In der Gewerbe Akademie Freiburg wo ich damals war Als ich davon hörte das war natürlich unfest Wo dann klar war, nebst Mauerausbildung findet noch sowas statt und man kann da auch sein Hut reinwerfen.

00:12:16: Witzig!

00:12:17: Also

00:12:17: von Beginn waren sie auch Netzwerkerin gewesen.

00:12:19: Das kann man dann auch so sagen.

00:12:21: Darf ich indiskret fragen wie Sie denn abgeschlossen haben?

00:12:24: Dann die Lehren?

00:12:26: Die war schon sehr gut.

00:12:29: Da hat sich mein Unternehmen natürlich sehr gefreut

00:12:32: bei

00:12:33: der Handwerkskammer mit Auszeichnung.

00:12:36: Meinen Sie, also diese Frage kommt mir jetzt gerade.

00:12:38: Meinen sie das gerade weil sie wirklich von der PIKA auf das gelernt haben?

00:12:42: Also mit den Mauern auf der Bellstelle losgezogen dass das Ihnen das heute nützt?

00:12:48: Ich denke schon.

00:12:49: Also erstens mal es gibt einem wie sprichwörtlich das Handwerk zur Hand hat ein besseres Verständnis wie ihr Baustelle tickt und zwar meine ich da wirklich vom Praktikanten bis zum Polier bis zum Architekten bis zum Projektsteuerer.

00:13:04: Man kriegt ein Gefühl einfach für das Miteinander, man merkt auch wie hart die Arbeit ist.

00:13:09: Man merkt einen Unmut wenn Leistungen verändert werden, wenn Architek kommt und sagt Das gefällt mir jetzt nicht der Auftraggeber will, anderes Layout andere Grundrisse.

00:13:20: Man Merkt was das unmittelbar macht auf der Baustelle Oder wenn Termine nicht eingehalten werden, das Gleiche kann ich jetzt natürlich aber aussagen.

00:13:29: Was für eine Freude und was für ein Sektor geöffnet wird, wenn natürlich vor Termin eine Baustelle noch früher fertig wird?

00:13:35: Auch wichtig!

00:13:36: Ja

00:13:36: auch wichtig ist zu zelebrieren genau.

00:13:39: Also weil sie waren offensichtlich sehr gut.

00:13:43: Sie waren zu gut um auf der Baustell zu bleiben also sozusagen direkt an der Basis und sind ja dann zum Studium gegangen nach Konstanz, haben Bauingenieurinnen geworden.

00:13:54: Wie ging es dann nach dem Studium weiter?

00:13:57: Also ich muss eines nochmal kurz erwähnen.

00:14:00: Ich möchte wirklich jedes Mädchen, jede junge Frau dazu beflügeln weil auch die Mintfächer unterstützen und promoten sich da ihren Weg zu bahnen und zu suchen ohne darüber nachzudenken.

00:14:13: oh ist das nur eine Männerwelt.

00:14:15: wie stehe ich da?

00:14:17: packe ich das nicht einfach das Hands on und das Zutrauen zu sich selbst?

00:14:21: Und mein Weg ging ja auch nur deswegen so wie ich ihn gegangen bin weil ich dieses Zutrauen hatte diese Leidenschaft zur Sache, zum Bau und das muss man für sich entdecken.

00:14:34: Weiter ging es dann mit hundert.

00:14:39: Ich musste tatsächlich feststellen, dass es also nicht so ist.

00:14:42: Dass der ganze Mannschaft da steht mit offener Armen sagt jetzt hast du abgeschlossen.

00:14:46: Studium-Besbauingenieurin fertig und wir nehmen dich sofort.

00:14:50: Dem war nicht so.

00:14:51: Ja das war etwas zu tun gehabt ein Skepsis zu haben eine Frau als Bauleiterin oder sowas?

00:14:55: Haben die sowas gespürt?

00:14:58: ich glaube es war eher der zeit geschuldet.

00:15:00: also waren jetzt auch nicht gerade die Bauleiterstellen oder wo man so erst ein Stieg im Unternehmen angeht, reich gesät.

00:15:14: Ich

00:15:14: erinnere mich noch daran, da war zuerst der Boom noch aus Deutschland und auf einmal kamen dann zack zehn Jahre nach der deutschen Einheit.

00:15:21: Da sind sie mit rein gelaufen?

00:15:22: Ja,

00:15:22: da bin ich mitten rein!

00:15:23: Und der Glücksfall war eigentlich, dass ich entdeckt habe Mensch geh darauf messen machte ich doch kundig mit Personalern direkt.

00:15:32: Wie kommt man schon auf so eine direkte Art gleich ran an die Entscheider für die personelle Besetzung?

00:15:39: Und da hatte ich Glück, da war die Anfrage bei einem Unternehmen.

00:15:43: Ja das ist ja ein Zufall sie kommen auch aus Stuttgart.

00:15:46: dann als war ich noch in Stuttgarth wohnhaft und die haben gesagt Sie kümmern sich um die US Militärfesilities in ganz Deutschland Europa.

00:15:58: Und da hätten sie eine Großbaustelle in Stuttgart, ja und so bin ich dort gelandet!

00:16:02: In einem Frauenteam, denn man hatte damals also auch im Unternehmen zwei Areas die Patchen, die Panzer und der erinnere mich noch sehr gerne daran.

00:16:14: Da hat man die eine Baustelle besetzt mit dem Männerteam, die anderen mit Frauen und da war echt heil davon.

00:16:22: Sehr kompetitiv immer, wer hat gewonnen?

00:16:26: Daran kann ich mich nicht mehr so gut erinnern.

00:16:29: Aber das war auch der Moment, wo du zum ersten Mal dann auch Verantwortung übernahm für Baustellen?

00:16:34: Ja also wir haben uns aufgeteilt in der Bauleitung gewisse Gewerke oder ich muss ja auch erst mal reinwachsen als ich war erstmal richtig froh einen alten Hasen mit auf der Baustelle zu haben und die konnte mir da wirklich gute Einblicke geben.

00:16:51: Ja, und so ging das alles weiter.

00:16:53: Und damals auch schon sprachlich gut aufgestellt dadurch dass es eine US-Einrichtung war vor Fulltime English und natürlich Deutsch mit verschiedenen Gewerks.

00:17:02: Aber

00:17:03: sie sind immer mehr ins Internationale dann noch reingerutscht?

00:17:06: Ich merke jetzt nur gerade, kommt mir jetzt, als wenn Sie hundertfünfzig Bewerbungen geschrieben haben ist eigentlich ein Zeichen von Ihrer Hartnäckigkeit.

00:17:12: Es ist so eine ihrer Hauptcharaktereigenschaften

00:17:15: Ja, kann man schon sagen.

00:17:18: Wie sind Sie denn mit den Enttäuschungen dann umgegangen, der ich mir so gerade so vor?

00:17:21: Also da ist unter zweiundfünfzig Bewerbungen heißt hunderteinundfünftig Absagen.

00:17:26: Die Enttäuschung waren natürlich nach einer gewissen Zeit schon da.

00:17:30: Man muss sagen demotiviert ja auch.

00:17:33: welches Zeichen gibt es denn dass man am Markt gewollt ist sein Weg findet?

00:17:39: was muss man noch alles anbieten?

00:17:42: Da fragt man sich natürlich als Studierabsolvent schon.

00:17:45: Und mein Mann hat einen guten Job bei Daimler gefunden damals, das darf ich an der Stelle auch vielleicht sagen und hat da als Qualität dann natürlich tolle Autos fahren dürfen.

00:17:54: und wenn der von einer Geschäftsreise heim kam und das Auto abgestellt hat um es am nächsten Tag abzugeben, das waren schon Momente wo die Tränen geflossen sind Wenn da so ein schickes Fahrzeug vor der Haustür steht und ich denke, oh je.

00:18:10: Wann packe ich das?

00:18:11: Wann fällt bei mir endlich der Hammer, ne?

00:18:14: Aber

00:18:14: der ist dann gefallen!

00:18:15: Man braucht nur die Geduld.

00:18:17: Und die Hartnäckigkeit ist tatsächlich am Bau-Sounds, also gerade als Frau um den Mann zu stehen.

00:18:24: Also es heißt dann, wenn Sie dann bei dieser Firma waren wo es dann hauptsächlich um die US-Ligenschaften ging... Das war dann, wo sie das Gefühl hatten, sie sind in der Baubranche angekommen.

00:18:32: Das war der erste Einstieg und für mich wirklich ausgefüllt.

00:18:35: Die Vielseitigkeit am Bau war da.

00:18:39: nach ein paar Jahren, habe ich natürlich selber auch gespürt.

00:18:42: jetzt will ich weiter in die nächste Verantwortung kommen und da gab es dann die Möglichkeit den Sprung als Oberbauleiterin an der Baustelle in Brüssel Teilneubau von US-Konsulat tätig zu werden.

00:18:57: das hab' ich mit Handkuss genommen Weil dann ging es ja drum auch französisch mit einzubauen und französsisch ein bisschen Teil von meiner Familie.

00:19:08: Ja,

00:19:08: wir kommen ja langsam in unserem Gespräch dazu, dass wir irgendwann die KI wieder zuholen.

00:19:13: Aber erst mal müssen wir verstehen, dass sie wirklich das was am Bau passiert, dass Sie wissen wovon Sie eben eben auch dann reden.

00:19:20: so als wir haben jetzt die Station gehabt harter Einstieg.

00:19:23: Sie haben aber dann dort alles machen können was man machen muss als Bauingenieurin.

00:19:28: dann eben Wie sind Sie nach China

00:19:30: gekommen?

00:19:31: Das kam sehr überraschend.

00:19:33: Es gab verschiedene Stationen, erst einmal davor bis im Jahr war es noch in dem Jahr.

00:19:38: Ich wurde dann Geschäftsführerin in sehr jungen Jahren mit den Dreißig.

00:19:41: Ich habe da auch meine Erfahrungen gezogen und muss jetzt heute mit eine wünschte ich oder auch sagen schwierig in jungen Jahre so eine Riesenverantwortung gleich zu schultern.

00:19:57: also Ich habe es auf mich wirken lassen und die Wirkung war dann so, dass ich tatsächlich gesagt habe als mein Mann eines der Abends heim kam und meint hat Mensch, die haben mich jetzt im Unternehmen gefragt ob ich für zwei Jahre nach China möchte.

00:20:12: Es war dann auf der einen Seite ein Schlag weil für mich war klar, ich bleibe in dem neu besetzten Job erstmal, möchte den auch verantwortungsvoll wahrnehmen und hab meinen Mann gesagt ach ja jetzt verdiene ich ja auch gut Kohle da kann ich pendeln Ein Führungsstrichler, ne?

00:20:27: So ein Donnerstag bis Sonntag vielleicht mal kurz danach Peking.

00:20:31: Aber das war alles idealistisch und wir haben das zwar mal so geprobt...

00:20:36: Pendeln nach Peking!

00:20:38: Das ist auch etwas, was im

00:20:39: Fließengespräch bleiben hat.

00:20:40: Übrigens

00:20:40: gar nicht zu selten, gell?

00:20:42: Wenn man dann hört von anderen Ex-Pads oder überhaupt Vielreisenden die immer ja trifft auf Flughafen und im Flieger es is gar ned zu selden wobei ich die mit Familie nicht beneide.

00:20:57: Also man kriegt ja auch dann eher weniger Anschluss ans Land, und wie sagen wir eigentlich?

00:21:02: Gerade im Sohn-Beruf, wo es eher das Informelle möglicherweise ankommt, dann erfolgreich arbeiten können.

00:21:10: Sie sind dann sieben Jahre Chinesin

00:21:12: geworden.

00:21:12: Für mich war dann wichtig einfach auch die Chance zu ergreifen, zu meinem Mann zu sagen doch!

00:21:17: Ich komme jetzt doch rüber Wir richten die Wohnung gemeinsam ein, wir lassen uns auf das Land gemeinsam ein.

00:21:23: Man muss sich ja vorstellen es ist ja ihre andere Sprache, andere Kultur und Tradition.

00:21:29: du bist umrundet mit Menschen, die dich mit großen Augen angucken.

00:21:33: was will der jetzt aus Europa kommen?

00:21:38: Dort wissen sie am Anfang nicht.

00:21:40: wo kommt man tatsächlich her?

00:21:42: wird dem Westen zugeordnet.

00:21:45: Aber als ich dann rüber ging und mich entschieden habe hier alles abgewickelt in Deutschland, das war schon ein riesen Ding.

00:21:52: Und damit auch für mich die Möglichkeit, mich jetzt wieder einer neuen Herausforderung zu stellen.

00:21:59: Wie kommt man nach China?

00:22:03: Man, dann natürlich auch der Wille zu China ja zu sagen.

00:22:07: Das war also für uns auch kein Thema.

00:22:08: das verbindet uns.

00:22:10: Es ist so diese rote Schnur auf der wir tanzen und macht uns an.

00:22:16: Und China bietet die Möglichkeit in eine völlig andere Sprache, völlig andere Denkereien zu rutschen und zu lernen und aber sich selbst immer wieder an Grenzen zu bringen.

00:22:30: Ja, sagen Sie mal ein Beispiel.

00:22:32: Was kann man sich darunter vorstellen?

00:22:33: Wo haben Sie Ihre Grenzen erkannt?

00:22:36: Also eine Grenze war zum Beispiel in öffentlichen Parks wenn du da beim Summer Palace bist.

00:22:41: damals waren die Toiletten nicht irgendwie getrennt im Frauenwettsee sondern es war alles offen.

00:22:48: Es waren einfach mehrere Löcher über die man sich gesetzt hat wie in Frankreich diese Toilette mit Spülung und ich meine ja... Man geht da rein und wenn der Drang natürlich groß ist, dann ist es entsprechend schnell erledigt.

00:23:04: Das sind solche Dinge.

00:23:05: oder jetzt zum Beispiel Speisekarte die nicht auf Englisch oder bebildert ist wie entscheidstich.

00:23:11: das geht ja dann wirklich erst dann richtig flutschend los und man kann bestellen weil man chinesisch gelernt hat und das kann ich nur empfehlen.

00:23:19: Ich war schon mit Gedanken dabei Grenzen gezeigt haben wenn wo sie danach mit arbeiten dort angefangen haben eben dann auch auf dem Baustellen, dass man dort auch versucht hat sie auszutesten wo ihre Grenzen liegen.

00:23:31: Ja ja also die Grenzen sind ganz klar gegenüber ausländischen Ingenieuren gesetzt oder Fachkräfte da es nicht gewollt ist rein chinesischen Bauställen Fuß zu fassen.

00:23:48: das hat vielleicht Gründe Ausarbeitssicherheit oder dass wir dahinter gewisse Kulissen Blick.

00:23:54: Ich will jetzt da auch gar nicht so in die Tiefe gehen, ich respektiere das und musste feststellen, da gibt es eben gewisse Regeln an die man sich hält und habe dann mein weiteres Spielfeld mit ausländischen Unternehmen

00:24:06: entdeckt.".

00:24:07: Was haben Sie denn gemacht?

00:24:09: Also damals war gerade so ein Hype.

00:24:11: wie kann man jetzt als Winchi-Unternehmen, als Hochtief, als Billfingerberger Fuß fassen?

00:24:19: wo ist vielleicht noch eine unentdeckte Nische?

00:24:22: Und da ging es ums Facility-Management tatsächlich.

00:24:26: Also ich habe aufwärtsgestellt, die klatschen der Häuser hin, die Chinesen und können die unglaublich schnell bauen hochziehen.

00:24:32: aber wer kümmert sich dann hinterher?

00:24:34: Um die Unterhaltung, um das Maintenance, um die Pflege in Standhaltung und da konnte ich dann unterstützen mit Machbarkeitsstudien und hab die zugänglich gemacht.

00:24:46: Ein weiteres Feld hat sich dadurch dann nach ein paar Jahre ergeben in einem Joint Venture Zusammenschluss.

00:24:55: Billfinger, Siemens und eine Chinese die sich dem Facility Management tatsächlich gewidmet haben und es realisiert haben ja Und ich habe allerdings auch schöne Erfahrungen In einer anderen Vielfalt noch erleben dürfen als ich dann gut im chinesischen drin war.

00:25:13: Also sprachlich hat sich es auch ergeben.

00:25:16: Ich habe dann ein Freundeskreis aufgebaut, ich hab mich ferngehaltet von Deutsch-Europäern und so weiter... Ich wollte tatsächlich richtig rein bei den Chinesen!

00:25:25: Und da habe ich dann jemand kennengelernt der ein ganzes Stadtteil in Peking mit zur Quartjardhauses neu aufgebaut hat.

00:25:37: Das sind diese vier Seiten oder drei Seitenhöfe die neu gebaut oder saniert wurden.

00:25:44: Und da wollte man das europäische Know-how, wie zum Beispiel Heizung, Lüftung, Sanitär, Abwasser... Wie kann man Wasser auffangen?

00:25:54: Umnutzungen, Photovoltaik war damals schon dort groß.

00:26:00: Ja dieses ganze europäisch Wissen abgreifen und das habe ich natürlich gern gemacht.

00:26:05: Wenn Sie da in so einem Komitee von China...

00:26:07: Das solltest du ja

00:26:08: abgreifend lassen!

00:26:10: Gleichzeitig durfte ich, das ist ja alles ein Win-Win.

00:26:14: Ich konnte mein Chinesisch weiter gut praktizieren.

00:26:17: dann bin ich auf Baustellen trotzdem mit chinesischen Teams eigentlich gelandet.

00:26:22: es war keine Großbaustelle in dem Sinn die geschützt ist durch BigFans und Sicherheitspersonal, sondern es ging um eine Unterhaltung und ein Wiederaufbau des chinesischen Baukulturgutes mit diesen vier Seitenhöfen.

00:26:40: Also wunderbar steckt tief!

00:26:43: Warum sind Sie dann gegangen wieder?

00:26:47: Weil einfach die Zeit für uns... beendet war, also sieben Jahre haben wir dann selber gemerkt von unserem Erfahrungsschatz und von allem wie was wir aufgesaugt und inhaliert haben.

00:26:59: Jetzt ist die Zeit um wieder nach Deutschland zurückzukehren.

00:27:03: Man muss mal einsehen, im Jahr zwei tausend Sieber, zwei acht war so ein Hype auch noch Greenfield in der Automobilbranche Dinge neu aufzubauen für Daimler.

00:27:16: bei mir war es so.

00:27:17: ich habe festgestellt als ich was Neues.

00:27:20: angehen wollte.

00:27:21: Ich bin ja nicht gleich beim Bau gelandet, ich habe eine mobile Kaffeepaar gegründet weil ich gesehen hab das Café Kultur so wie der europäische Standard ist gar nicht dort vorhanden war.

00:27:34: und wo gab es das große Manko?

00:27:36: Wo habe ich's festgestellt?

00:27:37: Das war bei Events internationale Art.

00:27:39: also das war ein ich will jetzt sagen olympisches Pferderennen aber das war schon was ganz großes aufgestellt wo man von überall aus der ganzen Welt kam Ein Reit-Event.

00:27:51: Und ich wurde gefragt, als ich über diesen Hof lief... Ach sie sehen europäisch aus!

00:27:56: Haben Sie ein Business?

00:27:57: Wir suchen gerade eine Kaffeepaar und irgendwie hat mich das Ganze so inspiriert dass ich gesagt habe ja könnte ich mir gut vorstellen mache ich.

00:28:04: Übers Wochenende hab' ich dann einen Freund gefragt hey wo krieg ich Kaffeebecher?

00:28:08: Das ganze Equipment?

00:28:09: Wo kann ich mir die Kaffeemaschine leihen?

00:28:11: Ich will hier einen Stand machen und einfach mal testen wie es ist.

00:28:14: Packe ich das oder nicht?

00:28:16: Einfach mal gucken Und ich hab's gepackt.

00:28:18: Ich hatte dann so viel Kaffeebecher und Löffel, und Kaffees auch, die Kaffee Bohne und Investment gemacht, dass ich gesagt habe okay jetzt geht es los!

00:28:29: Schöne Größe am Studio in Stuttgart.

00:28:31: Das fängt das ein bisschen offen, weil wir so schönes Wetter haben.

00:28:33: also die Kinderrufe werden ja noch als Begleitung wahrgenommen.

00:28:37: aber ich merke jetzt nämlich gerade auch wenn Sie darüber sprechen dass sie auch improvisieren können.

00:28:43: Andersseits machen sie Machtbarkeitsstudien für europäische Baukonzerne auf der anderen Seite verkaufen sie Kaffee dann eben dann auch was eines Leben halt so an Businessmodellen über den Weg bringen.

00:28:56: Also, deswegen sind wir im Thema Businessmodelle.

00:28:58: Dann kommen sie also zurück aus China und sozusagen jetzt haben diese Erfahrungen schon gesammelt in der Baubranche, haben die KI mitgebracht.

00:29:07: Die Ethik ist glaube ich ihre Doktorarbeit dann eben mit das Thema gewesen und haben so zu sagen die drei Sachen gemirrt.

00:29:15: Aber wie tut man das?

00:29:18: Wie sieht es konkret aus, wie sich diese Schnittstelle gerade bearbeiten?

00:29:25: Bei so einer neuen Technologie, wie wird die kommuniziert?

00:29:30: Wie wird Vertrauen aufgebaut.

00:29:33: Wie wird Orientierung den Menschen jetzt in unserer Baubranche zur Hand gegeben?

00:29:40: Wie fasst jemand Fuß?

00:29:41: Wie praktiziert das zum allerersten Mal und ich durfte feststellen bei Rückkehr aus China dass da ein großes Manko war immer noch am Zugang und Definition des Begriffs KI überhaupt Also sehr diffus alles.

00:29:56: und ich habe mir dann auf den Hut geschrieben.

00:30:00: Ich möchte das eigentlich mal für mich strukturieren, will begreifen was gibt es eigentlich schon an KI?

00:30:10: Wo läuft die Forschung?

00:30:11: Wo wird wieder Teufel untersucht?

00:30:15: Wer macht schon die ersten Erfahrungen?

00:30:17: Was gibt's am Markt?

00:30:20: wie ist auch der Schutz ja an Daten?

00:30:22: Weil das ist ja ganz groß bei uns aufgehängt, was wiederum als Vorbild übrigens Geld in China.

00:30:29: Das wissen auch viele nicht.

00:30:31: Man guckt in China wie Europa und der Westen mit KI Datenschutz usw.

00:30:38: umgeht.

00:30:41: also so mal, so mal um.

00:30:42: die Frage kann dann einfach auf für mich.

00:30:45: Ist es wieder nur ein Hype diese Technologie oder ist es etwas?

00:30:50: uns richtig gut unterstützen kann.

00:30:52: Ich bin ein Optimist von Natur und gucke dann auch immer danach, wie kann man sich das selber zu Nutze machen?

00:31:00: Wie dient's einem im Job?

00:31:01: Und da ist ja eine große Spielfläche!

00:31:04: Und ich habe dann festgestellt die normativen Fragestellungen.

00:31:08: also wo liegen unsere Werte im Umgang mit KI?

00:31:11: was will ich überhaupt?

00:31:11: Was brauche ich?

00:31:14: Das steht ja dem entgegen, wie es medial rüber gebracht wird.

00:31:20: KI überrollt uns, KI macht dessen das mit uns.

00:31:26: Die Programmierer die wissen es genau und bieten einem die Lösung Y für jedes Problem.

00:31:34: Ne also ich habe festgestellt in der Auseinandersetzung im Gesprächen im Austausch dann später auch bei Konferenzen Das Pferd wird anders aufgezäumt.

00:31:46: Jedes Unternehmen muss erst einmal in sich gehen, für sich entwickeln.

00:31:50: wie bin ich ihn aufgestellt?

00:31:52: Infrastruktur, OIT, budgetmäßig natürlich.

00:31:55: In welche Richtung wage ich mich?

00:31:59: Wie will ich mich für die Zukunft selber anders aufstellen?

00:32:03: Wie werde ich krisenfest sein?

00:32:05: Wir haben ja gesehen Corona Da ändern sich ja auch gewisse Dienstleistungen, Servicebereiche.

00:32:10: Auf einmal wird dann doch nicht so gebaut weil alles ein bisschen zurückfährt und zurückhaltend ist.

00:32:17: Die Frage ist dann tatsächlich wo macht KI Sinn?

00:32:21: Und wo ist es mit uns in Belegt?

00:32:24: Das klingt ja das allgemeine Modell, was für Daimler genauso gilt wie für Chemiekonzerne und Anwaltskanzleien.

00:32:33: Wo ist die Besonderheit?

00:32:37: Also die Baubranche ist dermaßen vielfältig aufgestellt, dass ich festgestellt habe.

00:32:42: Man kann das auf allen Ebenen tatsächlich umsetzen und einführen.

00:32:47: in alle Gewerke geht es rein in jede Unterabteilung.

00:32:53: Beispiel von der Strategie Entscheidung eines Unternehmens Datenaufbereitung dass man einfach auf einen Schlag sieht, okay Orientierung an Daten XY und in die Richtung können wir da weitermachen.

00:33:07: Oder man hat Erfahrungswerte.

00:33:09: der Bau hat sehr viel Daten schon vorhanden das man darauf basieren Modelle auch entwickelt zum Beispiel im Bereich TGA Simulationsmodelle übrigens mit Echtzeit-Modus wo man dann entscheiden kann wie gehe ich denn mit Nutzer Daten um mit Verbräuchen?

00:33:33: und da spielt ja auch wieder das ganze Thema Nachhaltigkeitsziele mit rein.

00:33:41: Ja, also es ist Ihre.

00:33:43: Aber wir haben Sie dieses Modell dann eben zusammenzufahren?

00:33:46: Haben sie das auch institutionalisiert?

00:33:49: Haben Sie eine Firma gegründet, arbeiten Sie mit Leuten?

00:33:51: zusammenbewieben muss man sich das vorstellen.

00:33:53: Also ich habe zuerst einmal noch eine Promotion abgeschlossen und in diesen vier Jahren, die ging von zwei neunzehn bis zweitausend vierundzwanzig.

00:34:02: In dieser Zeit hab' ich festgestellt Ich muss ganz schnell diesem Baby einen Namen geben.

00:34:07: Das tat' ich mit meiner Exzellenzinitiative für menschgeführte nachhaltige KI im Bauwesen.

00:34:14: Da stecken ja schon alle Begriffe mit drin was der Fokus ist.

00:34:18: Ich durfte auch feststellen, dass es wichtig ist am Bau die Menschen zu begeistern mitzunehmen, Ängste abzubauen.

00:34:26: Also schwarze Löcher abzubauern und erst einmal zu erklären was KI ist.

00:34:32: Mir fummeln viel zu viele an diesem Begriff rum.

00:34:34: KI sag ich is ein Tool wie ein Mäderstab eine Maurerkelle oder ein digitaler Zwilling den man nutzt und für sich selbst doch ein Effekt feststellt, hilft oder hilft nicht.

00:34:49: Und wenn er mir hilft dann bohr ich ja da weiter, dann gucke ich ja wie kann ich dieses Tool noch ein bisschen verbessern?

00:34:56: Wie moduliere ich das so passend dass es für unser Unternehmen passt?

00:35:00: Sie sind also eine Ängste ab... Bauerin in der Sprachwelt, der Immobilien und Bauwelt.

00:35:06: So kann man dafür übersetzen das was Sie als Erkenntnis finden in die Sprache der Immobilie in einer Bauwirtschaft.

00:35:13: Hab ich das richtig verstanden?

00:35:14: Könnt man so gut definieren?

00:35:16: ja.

00:35:16: Ängste abbauen ist mir auf Konferenzen wenn Fragestellungen kommen sehr wichtig um einfach Fakte passiert erst einmal mit dem Thema umzugehen und dann aber auch die Menschen miteinzubinden und Frageställungen zu diskutieren, die sie direkt betreffen.

00:35:35: Und ich sage auch wenn Arbeitsplätze abgebaut werden durch verschiedene Technologien es werden gleichzeitig auch neue Aufgabenprofile wieder gebildet.

00:35:47: oder man braucht keine Angst haben weil man die KI ja im Unternehmen selbst entwickelt.

00:35:52: Es soll ja ein Tool sein für die eigene Arbeit die unterstützt.

00:35:57: Also ich durfte, um jetzt mal aus dem Schatzkästchen zu plaudern.

00:36:00: Ich durfte bei einer Baurechts-GPT mitwirken.

00:36:05: Das heißt da konnte man eine GPT füttern mit Daten VOP BGB also die Baurechtsnormen und Gesetzesbücher, die es gibt und darauf basierend ein Tool entwickeln was auf der Baustelle einem hilft ad hoc baurechtsfragen Lösungsvorschläge zu bekommen.

00:36:28: Ich gebe das ein, per Sprachmodus und kriege in null Komma nix verschiedene Möglichkeiten wie ich da baurechtlich umgehend ist doch eine wunderbare Sache!

00:36:37: Das

00:36:38: ist wie eine Suchmaschine in modernen?

00:36:40: So

00:36:40: genau so.

00:36:41: das die eine Sache.

00:36:42: die zweite Sache wo ich konfrontiert wurde und teilhaben durfte war bei Valun die ein ganz tolles Modell entwickelt haben mit WhatsApp Ein Messenger, der mit KI-Agent mittlerweile interagiert.

00:36:57: Und die Sache war die... Mit welchem Medium kommunizieren die meisten am Bau?

00:37:05: Das ist tatsächlich WhatsApp!

00:37:07: Und dann war die Frage wie macht man eine Baudokumentation mehr und mehr weg vom Klemmbrett von Block und Schreiberling.

00:37:17: Wie kann man das zusammenführen?

00:37:19: Eine Baudokumentation, also was tagsüber auf dem Bau geht Maschinenstilstände wo vielleicht Erwartungen auch notwendig wird ununun zusammengeführt per Bild- und Objekterkennung als ein Foto machen mit dem Label der Maschine, das zusammen mit Bautagebuch zusammengeführt.

00:37:42: Mit KI-Agent gibt die komplette Erstellung am Schluss.

00:37:47: also da sind wir doch viel effizienter in der Maschinenwartung.

00:37:51: Stillstände können vermieden werden.

00:37:53: man sieht sofort auch mit Risikomanagement wo man da involvieren kann.

00:37:57: Wo sind die Tücken gerade?

00:38:01: Wo

00:38:02: wollen Sie da noch hin?

00:38:04: Ich merke gerade, es wird auch schon sehr konkret.

00:38:06: Es ist ja nicht nur, dass sie Botschaften haben wie Sie gesagt hatten mit der Exzellenzinitiative sondern sie setzen sich praktisch um.

00:38:14: Wo sehen Sie sich denn in fünf Jahren?

00:38:17: Sind die KI-Peps in der Immobilienbranche?

00:38:21: soweit fasse ich nicht.

00:38:22: Und Gottes Willen, mir ist es wichtig auch erdverbunden zu sein.

00:38:26: wie gesagt ich komme als Maurerin über Bauinsch habe promoviert aber immer auch bodenständige Art mehr erhalten.

00:38:33: Ich möchte einfach weiterhin mit der Leidenschaft bei das Sache bleiben und wenn ich feststehe Es hakt immer noch an so vielem KI is schon weit!

00:38:42: Ich hab jetzt die letzte Woche in Essen Zeche Zollverein vor einem Schweizer Unternehmen sprechen dürfen.

00:38:50: Hundert Architekten waren da.

00:38:52: Und da ging es auch Ängste abbauen und die Dinge einfach mal runterbrechen, und da war eben konkret diese kritische Blickwinkel auf China – ich habe China als Beispiel aufgeführt und dann hab' ich zu den Robbekormern.

00:39:09: Das ist jetzt doch viel zu weit gefasst für viele... Doch weit weg.

00:39:13: Andere haben gesagt, Mensch, ich kriege das ja medial hier in Deutschland gar nicht mit.

00:39:17: und endlich erzählt und inspiriert uns eine Dame über Insider know how Und das macht doch Spaß wenn man da angetrieben wird neue Felder zu entdecken.

00:39:28: Ich muss sagen, wenn Sie mich fragen wo sehe ich mich?

00:39:31: Ich entdecke auch immer wieder neue Feldern Wo noch ein Mangel ist.

00:39:36: Jetzt habe ich neulich einen Journalbeitrag geschrieben im Bereich Compliance in der Kommunikation.

00:39:45: Da durfte ich dann von Rechtswissenschaftlern und Sozialwissenschaftler mehr anhören, Mensch das wird ja noch garnit in der Compliance erfasst und dann auch noch aus der Baubranche kommend toller

00:39:59: Blickwinkel.".

00:40:00: Also es wird nicht langweilig werden?

00:40:02: Jetzt

00:40:03: kommen wir wieder zu Ihnen also persönlich zurück bei dem was Sie alles tun.

00:40:07: Was würden sie als Ihren Antrieb

00:40:09: bezeichnen?".

00:40:11: Es ist die Ungeduld, neues Wissen einfach zu generieren.

00:40:15: Dann Menschen zu verbinden – das tue ich mit meiner Initiative in dem ich sie ausbaue und in der ich neue Netzwerkpartner suche.

00:40:21: Plattformen, wo kann man wirken?

00:40:23: Wo kann man dieses Thema diskutieren, kritisch beleuchten?

00:40:28: Ja vielleicht ist es einfach der Witter, der in mir steckt und ich bin natürlich inspiriert durch meine Eltern, die uns vorgelebt haben hier und meinen zwei Schwestern wie immer eine Gesellschaft einfach konstruktiv mit.

00:40:39: gestaltet.

00:40:40: Wo mir das fast schon mehr nach Stier geklungen hätte, aber gut!

00:40:44: Was ist denn Ihr Ausgleich?

00:40:46: Der Ausgreich ist einfach in der Natur zu sein viel Sonne Gartengenuss, Gartenerbeit aber auch viel laufen durch die Rebberge mit Blick auf die schwäbische Alb.

00:40:58: schöne Laufwege, das liebe ich ganz

00:41:00: arg.

00:41:02: Was jetzt gerade kommt, Sie fragen dich immer gerne meinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnerin immer Stelle.

00:41:06: Und das ist auch mal diese Frage.

00:41:08: Was geht Ihnen so richtig auf die Nerven?

00:41:12: Da fällt mir ad hoc ein, wenn Menschen im Konjunktiv sprechen oder Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen der Umwelt dieses Türe zufallen lassen, nicht aufhalten.

00:41:29: Wenn jemand durchgeht oder hinter einem Volk Rücksichtslosigkeit Das ist so eine Tendenz.

00:41:35: durch dieses Insendi gucken das auch sowas wo ich nicht ab kann Dieses dauerhafte ins Handy klotzen muss jetzt mal auf gut Deutsch sagen Leute hebt mal wieder eure Köpfe guckt den Menschen in die Augen es tut so gut So wie man hier sitzen.

00:41:53: Das sollte man ganz laut in die Welt eben rufen.

00:41:56: und dann da ich immer angeschlossen bin, aber was macht Ihnen Freude?

00:41:59: Oh, die Begeisterung einfach für Themen!

00:42:01: Ich bin ja nicht nur in der KI unterwegs, ich bin auch unterwegs im Zeitzeugen- und Erinnerungsarbeitsprojekt mit einer Zeitzeuge in Holocaust überlebende Inge Auerbacher, die in New York lebt ist, die hat zusammen vor dreißig Jahren Ein Projekt entwickelt an einer Grundschule, wo meine Mutter damals noch Aktivlehrerin war.

00:42:26: Jetzt ist sie Mentorin und beflügelt in der Rente was keine ist ja.

00:42:32: Und da geht es hauptsächlich drum wie bewahren wir solche Zeitzeugenschaften?

00:42:40: Wie führen wir auch die mit neuen Technikern und neuen Medien wie KI in die Zukunft damit sie zugänglich sind?

00:42:47: Da habe ich dann aufgestellt dürfen wow Irre, was sich da wieder ergibt.

00:42:53: Also es klingt bei mir der rote Fadenbau.

00:42:56: aber ich brauche auch immer und das ist das was Sie

00:43:00: gefragt

00:43:01: haben Inspiration durch Neues.

00:43:04: also kein Stillstand sondern immer gucken wo kann man sich noch an Grenzen bringen?

00:43:09: oder tatsächlich die Gesellschaft mit?

00:43:17: Dann haben Sie dann Vorbilder, an denen sich manchmal vielleicht orientieren mit dem was sie tun und machen?

00:43:24: Es gibt schon Vorbildern wie Nelson Mandela der in seiner gefangenen Zeit in Südafrika.

00:43:30: trotzdem gewirkt und gemacht hat für die Zeit, wo er dann wieder rauskommt oder einfach die Kraft hatte durchzuhalten.

00:43:38: Wenn schlimme Zeiten sind.

00:43:40: Vorbilder sind auch meine Eltern tatsächlich, die uns immer wieder gezeigt haben was Respekt und ein Miteinander und Geschichtsgedächtnis was das einfach heißt.

00:43:52: Bei uns ging zum Beispiel, das war natürlich initiiert durch die Arbeitsgemeinschaft für Geschichte und Landeskunde von meinem Vater, die er vor ... ne, vor ... vor forty-fünf Jahren glaube ich initiiert und gegründet hat mit einem Team.

00:44:08: Da gingen bei uns die Theologen, die Historiker, die Geschichtswissenschaftler ein-und aus.

00:44:14: Und wenn man das als Kind erlebt und am Tisch sitzt, Gespräche mitkriegt, Sitzungen wie der lebhaft diskutiert wird über das Geschichtsgedächtnis

00:44:23: einer Stadt

00:44:25: von klugen Menschen genau und dann auf Fachübergreifen.

00:44:28: Auch wieder mit dem Wert.

00:44:29: Die Gebung prägt

00:44:30: den Menschen, das gehört auch wieder zu und unsere Stammhörer werden.

00:44:33: jetzt bieten wir auf die Zigarade ein was immer so.

00:44:36: die letzte Frage ist, die ich immer dann stelle, haben Sie denn eine Lieblingsimmobilie?

00:44:41: So ein Haus oder ein Quartier auch mit dem sie ganz persönliche Änderungen verbinden?

00:44:47: Puh!

00:44:48: Das ist schwierig zu beantworten weil... Oder

00:44:50: einfach schön finden.

00:44:51: Ich definiere natürlich die Orte an denen ich mich bewege mit meiner Familie zusammen als Heimat.

00:44:59: Jetzt kann natürlich Heimat auch die sieben Jahre in Peking sein.

00:45:02: Hat

00:45:03: man es an der Immobilie fest?

00:45:05: Aber feste Immobile, ich meine das zu Hause indem er lebt aber jetzt Immobilien die zum Beispiel auch als Vorbild dient wo man sagt wow das ist richtig toll kann nicht nur architektonische Werke auch nennen in aller Welt also Saha Hadid.

00:45:22: Also haben keine direkte... Ich hab keine

00:45:24: spezielle.

00:45:26: Ich bin gerne in der Welt zu Hause als europäische Deutsche.

00:45:30: Das ist doch auch meine Aussage, sehr schön!

00:45:33: So das meine liebe Zuhörerinnen und Zuhöre war der Vordenker Podcast von Gabe heute mal nicht aus dem vertrauten Hamburger Studio sondern aus Stuttgart, also wir lassen auch mal die Kinder stimmen und sie reden dir vorbeikommen mal drin aber es war einfach schön auch mal rauszukommen.

00:45:52: Wenn es euch gefallen hat dann erzählt es bitte weiter.

00:45:55: ihr findet uns in allen gängigen Podcast Kanälen von Spotify & Co.

00:46:00: Danke liebe Frau Weber-Levarens dass Sie uns schon vor der Vordenkerkonferenz für den Vordencker Podcast zur Verfügung standen.

00:46:07: Ein großes Dankeschön auch an das Podcastteam, an Lara und David.

00:46:11: so wir haben jetzt unser erstes Auswärtsspiel umfangfrei überstanden Und damit auf Wiederhören bis zur nächsten Folge und bis dahin eine gute Zeit.

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